Rheinische Post: Neuer Wettbewerb belohnt Ausritte mit Pferd, Esel oder Muli

Kreis Viersen · Der Ponyexpress in Brüggen richtet erstmals für NRW den „ultimativen Pferdewettbewerb“ aus, bei dem nicht Dressur oder Springen zählen, sondern die im Gelände gesammelten Kilometer aller Teilnehmenden

Von Paul Offermanns

Der so genannte ultimative Pferdewettbewerb wird in diesem Jahr erstmals im Kreis Viersen ausgerichtet. Der Ponyexpress in Brüggen-Alst hat dafür die Schirmherrschaft in NRW übernommen. Es kann sofort dafür gemeldet werden.

Im Gegensatz zu den üblichen Reitturnieren werden diesmal nicht Springen, Dressur oder Fahren gewertet. Stattdessen werden jene Kilometer gesammelt, die die Teilnehmer mit Pferden, Eseln oder Mulis im Zeitraum zwischen dem 28. Februar und 26. Juni zurückgelegt haben. „In einer besonderen Challenge soll die Wintermüdigkeit überwunden werden, um die persönliche Kilometer-Bestleistung zu erzielen“, sagt Britta Reimann, 1. Vorsitzende des Ponyexpress in Alst (Brüggen).

Der Ponyexpress aus Brüggen hat dafür nun die Schirmherrschaft für ganz NRW übernommen. „Bei uns wird die komplette Abwicklung von der Anmeldung bis zur Preisverleihung gemacht“, erzählt Britta Reimann. Der Cup der Bundesländer startete 2022 in Schleswig-Holstein und vereint mittlerweile viele Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Neu gehören dazu Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Niedersachsen und Baden-Württemberg. „Er fördert die Gemeinschaft, bereitet Freude am Pferdesport und soll Reit- und Fahrwege hierzulande verbessern“, sagt die Initiatorin. „NRW ist erstmals vertreten. Ziel ist, andere Bundesländer und Landkreise zu übertrumpfen.“ Denn neben der Einzelwertung für jeden Teilnehmer gibt es auch eine Landkreiswertung und eine Bundesländerwertung, wo die zurückgelegten Kilometer der einzelnen Teilnehmer addiert werden.

Außerdem sind die Teilnehmer angehalten, Foto von sich und ihrem Tier zu machen und einzureichen. Auf diesen Selfies muss der Reiter, genauso wie ein Teil des Pferdes zu sehen sein, also zum Beispiel Ohr, Kruppe oder Mähne. Das Bild soll so gemacht werden, wie sich der Teilnehmer sicher fühlt. Es muss also nicht vom Bock oder Sattel aus passieren, sondern abzusteigen ist erlaubt. Die auswertende Stelle benötigt dieses Bild als Beweis, dass es sich um eine tatsächlich von einem Teilnehmer absolvierte Tour handelt. Auf dem Foto müssen die Kilometer, Datum, Uhrzeit und die Route zu sehen sein. Versuche, Kilometer ohne Nachweis einzutragen, führen zur Disqualifikation und Löschung der Kilometer für die jeweilige Person/Landkreis/Bundesland. Es zählen die Kilometer von der angemeldeten Person, egal mit wie vielen Pferden diese unterwegs ist. Pro Kutsche kann nur eine Person die Kilometer einer Tour einreichen. Beifahrer oder Fahrgäste zählen nicht. Wichtig: Die zurückgelegten Kilometer zählen nur bei Ausritten im Gelände – Reiten oder Führen auf Plätzen, in Reithallen oder auf der Koppel im Kreis zu reiten, zählen nicht dazu.

Anmeldung: Zu melden ist über das Online-Formular auf der Webseite www.cup-der-bundeslaender.de. Der Teilnehmer erhält nach der Anmeldung eine E-Mail mit seiner Teilnehmernummer. Die Startgebühr liegt bei 20 Euro (Mitglieder des Ponyexpress zahlen 10 Euro).